Zweiter Brief
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Ursula von der Leyen
11018 Berlin
18.06.2009
Per Fax vorab
2. Offener Brief, da der 1. offene Brief nicht beantwortet wurde
Sehr geehrte Frau von der Leyen,
schade, dass Sie uns auf unseren offenen Brief vom 05.05.2009 nicht geantwortet haben.
Entgegen aller Experten Meinungen haben Sie es geschafft ein unnützes und sinnloses Gesetz durchzuboxen.
Ihre Aussage „das wollen wir nicht sehen", ist sehr wohl bei uns angekommen. Aber als Familienministerin ist es Ihre Verantwortung und Ihre Pflicht genau dort hinzusehen und alles in Ihrer Macht stehende zu tun sexualisierte Gewalt an Kindern zu verhindern.
Aus diesem Grund müssen wir unsere Forderungen noch einmal wiederholen:
- Die Seiten sollen nicht gesperrt, sondern vom Netz genommen werden
- Opferschutz muss immer vor Täterschutz gehen - Internetseiten sperren heißt Täterschutz!
- Polizei und BKA müssen mehr und gut ausgebildetes Personal bekommen, um die Täter zu ermitteln
- Es muss mehr Geld für Präventionsarbeit zur Verfügung gestellt werden
- Wir brauchen qualifizierte Pädagogen/-innen, Therapeuten/-innen und Schulsozialarbeiter/-innen
- Personelle Verstärkung insbesondere auch für die Jugendämter
- Erhöhung des Strafmaßes für Täter
In der Hoffnung, dass wir bald aus den Medien etwas über Ihre umfangreichen Präventionsmaßnahmen, die tatsächlich dem Schutz der Kinder und Jugendlichen dienen, erfahren.
Katherina Scholz, Renate Berkenkamp. Simone Bindig, Monika Weiland. Eva Bujnowski, Christa Kockentiedt, Bettina Siepmann
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